Brotbacken ohne Backofen…

Hallo Freunde. 

Heute komme ich mit einem Statement „um die Ecke“, das bei vielen „Brotbackexperten“ vermutlich ein Stirnrunzelnd hervorruft. Wie – Brotbacken ohne Backofen… Wie soll das funktionieren? Die Lösung heisst: Remoska topf. 
Dieser Topf benötigt nur 500W (kann also leicht mit einem Inverter aus den Batterien gespeist werden),  und hat keine Temperatureinstellung. Teig rein, Deckel d’rauf und Einschalten – fertig! 
Nun gut – ich habe etwas experimentiert und nach einer Stunde das Brot umgedreht und damit die untere Seite nochmal 30min gebacken. Das Ergebnis ist optisch schon mal super… Geschmacklich auch nicht schlecht, da ich aus dem Roggenschrot erst 10 Tage lang einen Starter gebaut habe um ein Sauerteig Brot zu bekommen… 
Not macht erfinderisch… 

Advent

Hallo Freunde. Ich wünsche Euch allen einen entspannten 1. Advent. Das Wetter hier in Lissabon ist scheinbar völlig anders als in Deutschland. Keine Wolke am Himmel und weitestgehend windstill – da lässt es sich aushalten. Habt eine ruhige Adventszeit und lasst Euch von der neuen covid Variante nicht stressen…
CU Martin

…die Geburtsphase von unserem „dicken Mädchen“ ;-)

Hallo Freunde.

Heute berichte ich Euch über mehr Details aus der „Geburtsphase“ von Saphira. Den Begriff „dickes Mädchen“ hat sich übrigens Sabine ausgedacht. 😉
Wir sind unterwegs häufig angesprochen worden, dass wir ein „tolles Schiff“ hätten – und wurden natürlich auch gefragt, was für ein Schiff das denn sei?
Einige (vor allem Segler aus Holland) vermuteten, dass es sich sicher um eine „van de stadt Trintella“ handeln würde.
Hier nun die Auflösung:
Der Riss von Saphira wurde von einem Yacht Designer aus Bremen (der leider schon verstorben ist) nach den Wünschen des Vorbesitzers Peter Fenor und seiner Frau gezeichnet und von der Benjamins Werft in Emden ebenso gebaut.
Sie war das letzte Schiff, das von Herrn Benjamins persönlich gebaut wurde – als „der Gipfel seines Lebenswerkes“ sozusagen, bevor er sich in den Ruhestand verabschiedet hat und die Werft an Herrn Uffen übergeben hat.
Nach Aussage von Herrn Uffen ist sie also eine reine One Off.
Wir sind zwar der Meinung, dass der Designer reichlich bei van de stadt abgeschaut hat, aber de fakto ist sie ein reiner Eigenbau der Benjamins Werft – eine „One Off“ eben…
Ein Vergleich mit der Trintella erübrigt sich auch deshalb, weil die Trintella als Plastikschiff entworfen wurde – Saphira aber eine Aluminiumketsch ist.
Wir sind total glücklich mit unserem „dicken Mädchen“ 😉

Abschied von a coruña

Hallo Freunde.

„Abschied ist ein scharfes Schwert, das so tief ins Herz Dir fährt…“
Dieser Song von Roger Whitthaker kam mir in den Sinn, als wir uns gestern von den Mitarbeitern der Marina Seca verabschieden mussten.
Meine Liebste Gattin hat es sich nicht nehmen lassen, alle Mitarbeiter zu einem spanischen brunch einzuladen, weil sie sich unglaublich professionell um die Reparatur unseres Motors gekümmert haben.
DANKE – Chuny, Carlos & team! 
We will never forget you! 

Montage des Motors

Hallo Freunde.

Heute ist für uns ein besonderer Tag.
Nachdem unser Motor lange und sehr sehr professionell von unserem Spezialisten Peter Gärtner revidiert wurde (siehe dazu späterer blogpost), steht nun endlich „der Tag des Einbaus“ – und damit der Tag unserer Weiterreise  unmittelbar bevor. 
Wir sind sehr gespannt wie professionell die Mitarbeiter der Marina Seca in a coruña arbeiten werden und werden Euch vom genauen Ablauf berichten…

Nomen est omen

Hallo Freunde.
Es gibt Cruiser/Blogger die mich gefragt haben, wie unsere Namensgebung entstanden ist.
Für die Nichtlateiner unter Euch könnte man übersetzen: „Der Name ist Programm“.
Saphira und SeeDrachen sind ja nicht unbedingt Namen, die man mit einer Weltumseglung auf einer Segelyacht verbindet.
Hier die Auflösung:
Es dürfte sich herumgesprochen haben, daß ich mit unserer Hochzeit  den Namen meiner Frau angenommen habe.
„Drache“ ist an sich schon ein toller Name! Kurz, knackig, international verständlich – und vor allem: OHNE DEUTSCHE UMLAUTE (wie zum Beispiel Beckschäfer ;-))
Es ist mir also sehr leicht gefallen meiner Frau zu zeigen, dass ich dieses Leben als „Drache“ beenden werde und nicht mit dem Namen meiner Eltern.
Beim Thema „Drache“ sind wir auch gleich bei Saphira .
Saphira ist ein weiblicher Drache und passt daher sehr gut zu uns…
Und SeeDrachen ?
Das habe ich zugegebenermaßen „geklaut“ 😉
Ich bin seit vielen Jahren absoluter Fan der Seenomaden (siehe seenomaden.at).
Ich habe Doris und Wolfgang mehrere Male persönlich getroffen und bin immer wieder begeistert von den Formulierungen in ihrem Blog.
Von seenomaden bis zu SeeDrachen ist es dann natürlich nicht mehr sehr weit…
An dieser Stelle sage ich nochmal: DANKE Doris und Wolfgang für Eure Inspiration. Nicht nur Eure Reisen haben uns inspiriert – auch Eure Namensgebung stand bei uns Pate…

…über GEIGEN und Profiskipper, die keine Ahnung haben!

Hallo Freunde.

Heute schreibe ich einen Beitrag, dessen Veröffentlichung mir seit mehreren Monaten auf dem Herzen liegt.

Zur Vorgeschichte. Als wir mit Saphira in IJmuiden lagen und nach Cherbourg wollten, hatten wir reichlich Respekt vor dem Transfer über den englischen Kanal. Deshalb haben wir uns professionelle Hilfe eingekauft. Dieser sogenannte Profiskipper  hatte schon viele 1000 Meilen im Kielwasser und bekam von uns den Auftrag, uns bei der Überfahrt zu unterstützen – ein Vorhaben, das katastrophale Folgen hatte.
Diesem sogenannten Profiskipper haben wir die Entscheidungen wie, wann, wohin zu segeln ist übertragen.
Zunächst einmal sind wir bei 25kn Wind von raumschots losgesegelt – nur mit gesetzter Genua. Also: KEIN Gross und vor allem KEIN Besan.
Für die Nichtsegler: Saphira ist eine Ketsch – hat also 2 Vorsegel (Genua und Fock), ein 3fach reffbares Groß und einen 2fach reffbaren Besan. Da der Lateralplan (Segelplan) einer Ketsch genau daraufhin ausgelegt ist, machen auch alle 4 Segel einen Sinn und erfüllen ihren konkreten Zweck.
Auf die Frage von Sabine: „Warum setzen wir eigentlich keinen Besan?“ bekam sie vom Profi die Antwort: DER BRINGT NIX!
Zum Segelverhalten von Saphira meinte er aber: „DIE KANN NICHT SEGELN – DIE IST JA NUR AM GEIGEN!“ und weiter „ich habe noch nie ein Schiff gesegelt, das SO SCHLECHTE Segeleigenschaften hat!“ Das sollte heißen, dass Saphira im englischen Kanal (dann irgendwann bei 40kn Wind und immer noch nur unter Genua) hin und her gependelt ist – also GEGEIGT hat.
Dies sei der Tatsache geschuldet, dass Saphira SCHLECHT segeln könne und wir uns mit dem Kauf VÖLLIG VERKAUFT hätten – SO der sogenannte Profiskipper!
Welche Auswirkung hat eine derartige Aussage eines sogenannten Profiskippers auf die stolzen Eigner eines Schiffes, das sie vor wenigen Monaten noch für viel Geld umgebaut und für ihre Langfahrt hergerichtet haben?
Um es vorsichtig auszudrücken: Sabine hat, als wir allein waren, geheult – und das passiert meiner Frau Doktor sehr selten bis nie! Ich hatte einen Kloß im Hals und hätte schreien können! Glücklicherweise konnte ich das nicht, da ich durch die GEIGEREI so heftig seekrank war, dass ich die letzten 2 Tage nur im Bett gelegen und gekotzt habe…
Was ist die Moral von der Geschichte: Wir sind auf einen sogenannten Profiskipper hereingefallen, der vom Segeln einer Ketsch KEINE Ahnung hat! Es mag ja sein, dass er in der Lage ist „schwimmende Einfamilienhäuser“ (große Katamarane) erfolgreich zu segeln – bei einer Ketsch wie Saphira war das nicht so! Schlimmer noch – er hat uns das Gefühl vermittelt, dass Saphira ein Fehlkauf sei!
Glücklicherweise lag aber noch die Überquerung der Biskaya vor uns. Dort haben wir dann, gemeinsam mit Ina und Frank, sinnvollerweise immer den Besan zusätzlich gesetzt – und siehe da: KEIN GEIGEN MEHR – und vor allem: KEINE SEEKRANKHEIT!
Im Gegenteil: Saphira segelt „wie auf Schienen!“

ÜBRIGENS: Wenn man mit Wirklichen Segel Profis spricht – und nicht mit irgendwelchen Dahergelaufenen Pseudokapitänen, dann versteht man sofort, daß das Geigen bei einer Ketsch gar nicht möglich ist, weil es ein Besan Segel gibt, das das schlicht verhindert. Wenn man das aber nicht setzt, und den Wunsch mit DAS BRINGT NIX abtut – dann passiert halt sowas…
Was ein bisschen Besan doch so ausmacht!
Wir sind TOTAL HAPPY!!!

Motor-Refit

Hallo Freunde.

In einem der letzten Beiträge habe ich gesagt, dass sich unser Motor „Aktuell einer Schönheitsoperation unterzogen hat!“
Das ist so und war bitter nötig. Immerhin stammt die Maschine von einem Unimog und hat dort schon viele 100.000km als Automotor geleistet, bevor sie auf unserem Schiff verbaut wurde. Jetzt hat sie komplett neue Verschleissteile im Motorblock bekommen, (Kolben, Laufbüchsen, Kolbenringe et cetera), und wird wohl die nächsten Jahrzehnte anstandslos ihren Dienst tun…
Mittlerweile steht die Maschine auch schon wieder auf dem Prüfstand (siehe Video) und wird in den nächsten Tagen eingebaut. Damit haben wir dann diverse Vorteile erreicht.
Neben dem nicht mit Geld bezahlbaren Vorteil des zurückgekehrten VERTRAUENS in die Maschine, haben wir nun statt einer 80A Lichtmaschine eine 165A Lima. Diese hat eine neue (kleinere) Riemenscheibe bekommen. Dadurch dreht die Lima schneller und produziert also damit auch schon im Leerlauf genug Strom zum Aufladen der Batterien.
Da wir auf Saphira keinen Backofen haben sondern mit unserem Remoska Topf backen (also mit Elektrizität)- eine gewaltige Steigerung der Lebensqualität.
Weiterhin haben wir bei dem Refit die Untersetzung des Getriebes von 1,9 auf 2,7 geändert. Damit können wir die Schraube (bisher 17/10) auf 19/14 vergrößern.
Für die Laien: die Schraube dreht jetzt langsamer – produziert aber durch den größeren Durchmesser (19 Zoll statt 17 Zoll) und die höhere Steigung (14 Grad statt 10 Grad) mehr Schub…
Wir sind sehr gespannt und freuen uns auf das Ergebnis…

Silentwind

Hallo Freunde.

Der heutige Blogbeitrag richtet sich eher an die Segler unter Euch.
Wie Ihr wisst haben wir auf Saphira einen Windgenerator – und zwar einen Silentwind.
Das ist umso erstaunlicher, als ich auf TinHau damals einen Superwind hatte (einen der Ersten die in Deutschland verkauft wurden).
Den Superwind habe ich 2005 gekauft – und war bis zum Verkauf von TinHau damit SUPER zufrieden.
Warum wechselt man dann – nach fast 15 Jahren Zufriedenheit die Pferde?
Ich habe mir diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Es sind wenige technische Details, die den Ausschlag gegeben haben.
Einmal transportiert der Silentwind Drehstrom bis in den Laderegler – erst dort wird der dann „gleichgerichtet“. Also erst in unmittelbarer Nähe zur Batterie – während der Superwind den Gleichstrom gleich im Generator erzeugt – mit allen damit verbundenen Nachteilen…
Dann ist der silentwind auch leichter (siehe oben) – und weil wir WINDY (Kosewort von meiner Frau) unbedingt in den Besantop montieren wollten (dort ist er am effektivsten) spielt das Gewicht schon eine Rolle…
Darüber hinaus war er knapp 1000€ günstiger (auch nicht sooo schlecht…) – und letztlich kann man seine Leistung per BT App überwachen…
Aber: (klar kommt auch ein ABER!)
Nach etwa einem Jahr im Betrieb (inklusive einiger Winterstürme in Cherbourg mit 40-50kn Wind) hat sich der dazugehörige Laderegler verabschiedet – Totalschaden – so der Hersteller…
Was war passiert?
Dir haben den Generator im Winter einfach laufen lassen, so wie ich das von TinHau kannte. Damals ist der Generator 15 Jahre lang gelaufen – ohne Murren – und eine Bora in Kroatien bringt auch mal 40-50 kn Wind…
Das Problem beim Silentwind war also nicht der Generator, sondern der Laderegler.
Der hat den Generator nicht abgeschaltet bei zuviel Wind – das ist aber sein Job…
Lange Rede kurzer Sinn:
Der neue Laderegler schließt WINDY automatisch kurz wenn die Batterien voll sind. In der entsprechenden App erscheint dann ein rotes DUMPLOAD – soll heissen, „ich mache hier nix mehr – die Batterien sind VOLL!“
Also: wir sind sehr zufrieden mit unserem neuen Laderegler und seinen Features…
DANKE an Markus Wagner von der Firma Phaesun aus Memmingen der uns so unproblematisch geholfen hat!
Dumpload Silentwind
SilentwindNormal

T/T Saphira

Hallo Freunde.
In einem der letzten blogposts hatte ich geschrieben, daß wir unser Schlauchboot verschrottet haben und nun das alte Beiboot von TinHau (meiner alten Reinke Taranga) nutzen.

Seit heute hat das Dinghi auch einen  Namen.
Motiviert durch Nike Steiger, die ihr Dinghi Karlitos nennt (die Verniedlichungsform ihrer Yacht Karl), habe ich mich für Saphirita entschieden. Eigentlich müsste ich Saphirita schreiben – aber das kann man nicht so gut lesen wie Saphirita
Also: unser Baby hat jetzt einen  Namen…
DANKE IVAN, daß Du das möglich gemacht hast…

„T/T Saphiraweiterlesen