Ankerkettenzubehör die Zweite

Hallo Freunde. 

Im letzten blogpost habe ich über unser Ankerkettenzubehör berichtet und den twister CATO10 von Kettenwälder vorgestellt. 
Heute kommen wir zu unserer Kettenkralle. 
Eine solche wird fest mit dem Schiff verbunden und in die Ankerkette eingepikt. 
Damit hält man den Winddruck von der Ankerwinsch fern. 
Zug ist etwas, was eine elektrische Ankerwinsch absolut nicht mag. Bei starkem Wind kann die Winsch das Schiff nicht mehr halten und die Kette rauscht aus. Nicht viel, aber immer mal wieder den einen oder anderen Meter, weil sie für diese Belastung nicht konstruiert ist. 
Wir haben das Problem gelöst, indem wir eine starke Kette (13mm Niro, 100cm lang) um den Bugpoller gelegt haben um am Ende die Kralle zu befestigen. Dieses System ist in Summe stabiler als die Kette selbst und leitet 100% von der Kraft auf die Winsch weiter auf den Bugpoller, der genau dafür konstruiert ist. 
Also – eine sehr einfach zu handhabende und somit ideale Lösung…

CATO10 – Zubehör zur Ankerkette

Hallo Freunde.
Über unseren neuen Anker habe ich schon berichtet.
Heute will ich Euch von dem nötigen Zubehör erzählen.
Also: die Nichtsegler werden denken, WAS denn – Zubehör für einen banalen Anker?
Ein Anker muss mit einer Kette verbunden werden. Das machen viele mit einem Schäkel, also ein Verbinder.
Nun ist es bei einem Anker aber so, daß er „richtig herum“ – und „falsch herum“ hochgezogen werden kann. Das ist in ca 50% aller ankermanöver so.
Kommt er falsch herum, muss man ihn wieder herunterlassen um ihn mit einem Bootshaken um 180 Grad zu drehen.
Das ist einerseits lästig und andererseits kann es auch gefährlich werden, wenn starker Wind dieses Manöver erschwert.
Glücklicherweise gibt es aber Wirbel, die einem diesen Job abnehmen (siehe beigefügtes Bild der Firma Kettenwälder).
Dieser Wirbel ist eine technologische Meisterleistung.
Er hat einerseits eine Bruchlast von 11 tonnen (unsere Kette hat 10,5 tonnen) und dreht durch seine „krumme Form“ den Anker immer „richtig herum“.
Danke an die Firma Kettenwälder – wir sind total happy mit Eurem Wirbel!

images.app.goo.gl/vWjn5jLSfoQ8m8mSA

Mittelmeer

Hallo Freunde.
Vorgestern haben Sabine und ich ein Zwischenziel erreicht.
Wir sind endlich im Mittelmeer!
„Hat ja lange genug gedauert!“ …wird der eine oder andere nun denken…
Das stimmt!
Aber es macht keinen Sinn nun zu philosophieren warum das so war – das erste Ziel ist erreicht – und wir freuen uns sehr darüber…
Zeit darüber nachzudenken wie es nun weitergeht bleibt uns ja noch.
Balearen, Frankreich, Italien und ganz sicher Griechenland. Auf letzteres freuen wir uns sehr!
Wie es danach weitergeht wissen wir zwar auch schon – aber ich habe Sabine versprochen das hier noch nicht zu veröffentlichen 😉
Bleibt gespannt – wir haben noch GROSSES VOR!

Versuch macht klug…

Hallo Freunde. 

Die aufmerksamen Leser unseres Blogs werden wissen, daß Saphira ein Twinkieler ist. Sie kann also auch trockenfallen. 
Das haben wir bisher noch nie ausprobiert… 
Hier vor CULATRA haben wir es erstmals getestet (siehe photo)… 
Im Prinzip ist das also eine coole Sache. Nicht bedacht hatten wir allerdings, daß wenn die Gute „in der Luft“ steht, die Toiletten kein Wasser ansaugen können… 
Also: 3 Stunden vor Niedrigwasser bis 3 Stunden nach Niedrigwasser muss der Toilettengang dummerweise ausfallen… 
SOWAS nennt man dann wohl „Erfahrung gesammelt“… 

BOAT = Baile Out Another Thousand

Hallo Freunde
Die nicht ganz ernst gemeinte Phrase der heutigen headline bezieht sich natürlich auf 1000€ ??
Oder präziser: Wenn Du ein Boot besitzt, mach Dich nach einer Investition darauf gefasst, dass die nächste Investition schon bald auf Dich wartet…
Leider ist das wohl so!
Nachdem wir mit diversen Investitionen Saphira „langfahrtfähig“ gemacht haben, war jetzt die Erneuerung unseres Ankers „fällig“. Der bisherige Anker, ein 30kg Bruce, war ein Überbleibsel von TinHau, meinem alten Schiff. Da TinHau nur 10m lang war, hat der alte Anker nur bedingt für Saphira gepasst. Wir haben uns daher nach sehr viel Recherche für einen 40kg Ex-cel entschieden.
Nicht nur weil der Ex-cel 10kg schwerer ist, vor Allem, weil er sehr viel moderner ist. Das Gewicht ist im Wesentlichen am Boden (da wo es hingehört) angebracht. Selbstverständlich haben wir weitere moderne Anker mit in unsere Überlegungen einbezogen (wie zum Beispiel den Ultra Marine, den Spade oder den Rocna). Ausführliche Tests haben aber ergeben, dass der Ex-cel vom Preis/Leistungsverhältnis mit Abstand der Beste ist, den man zurzeit kaufen kann…
Er ist vor Allem der einzige moderne Anker, der sich bei Steigerung der Windgeschwindigkeit tiefer eingräbt, und daher nicht slippt. Uns war das extrem wichtig, bei 50kn Wind noch beruhigt schlafen zu können (…kann man eh nicht – es ist nämlich viel zu laut – bei 50kn Wind ;-()
Dieses „Wunderwerk der Technik“ habe ich nun installiert (siehe Photos) – bin sehr gespannt wie es sich jetzt anfühlt, bei starkem Wind vor Anker liegend schlafen zu gehen… 😉

10-20-30-40-60-80

Hallo Freunde.

Die heutige headline klingt etwas kryptisch…
Es handelt sich um die Markierungen auf unserer Ankerkette.
Da die Batterie unserer Funkfernbedienung (mit Abstandsanzeige) keine Spannung mehr hatte, musste ich die Kette mit der manuellen Fernbedienung nutzen – die hat aber keine Abstandsanzeige.
Das darf in Zukunft nicht so bleiben – also wurden heute kurzerhand Farbmarkierungen mit Acryllack aufgesprüht (4 Schichten)!
Konkret: 10m (RT), 20m (GE), 30m(GN), 40m (BL), 60m (GN/BL) und 80m (RT/GE).
Das Ergebnis zeigt beigefügtes Video…

Riding sail – die Zweite

Hallo Freunde.
Mein letzter Artikel über das riding sail hat diverse Kommentare hervorgerufen. Für mich Anlass hier einiges klar zu stellen. Unterstützt hat mich hierbei mein alter Bekannter Franz Josef (Tesi) Herbst – ein sehr erfahrener Hochseesegler, der unter anderem an der Regatta Kapstadt Rio teilgenommen hat – also RICHTIG erfahren ist! Er ist übrigens auch (wie ich) ein alter Sichtigvorer Pohlbürger.
Tesi hat also in der Diskussion zu dem Thema riding sail gesagt: „Na klar – ein gereffter Besan unter Anker wirkt im Prinzip wie das Beidrehen!“
Besser kann man es nicht ausdrücken!
Tesi – DANKE für den Hinweis…
Dem ist nichts hinzuzufügen!
ps.: Übrigens: Es bläst es hier heute (am 3.3.) mit 30 Knoten – und der zweifach gereffte Besan ist immer noch gesetzt.
Er macht einen tollen Job!!!

Riding sail ;-)

Hallo Freunde.

Heute hatte ich Besuch von unserem Segelmacher.
Mike ist ein 78 jähriger Engländer, der hier in Portimão Segel repariert und über eine excellente Erfahrung verfügt.
Von ihm habe ich gelernt, daß die Engländer das Besansegel als „riding sail“ bezeichnen.
Warum?
Weil ein Besan Segel nicht für den Vortrieb einer yacht zuständig ist, sondern sie „durch die Wellen reitet“.
Der Besan sorgt also fast ausschließlich für die Richtung und kaum für den Vortrieb – und diesen Job macht er richtig gut!
Das lässt mich an die Überquerung des englischen Kanals denken, wo der damalige „Segel Profi“ (der eigentlich keiner war) behauptet hat, daß Saphira nicht segeln könne sondern nur GEIGEN würde.
Ganz klar, wenn man behauptet, daß der Besan „nichts bringen würde“, dann hat er recht.
Die Engländer sind da schlauer – die haben dem Besan bereits den richtigen Namen gegeben.
RIDING sail!
Seit heute hat unser riding sail auch ein RIDING REEF.
Das ist ein zusätzliches Reff, das man nur beim Ankern benutzt, um das Schiff immer straff im Wind zu halten – es pendelt also damit nicht mehr an der Ankerkette. Ein Vorteil, den man nur bei einer Ketsch (oder Yawl) hat.
Es geht voran – mit unserem „dicken Mädchen“ 😉
Wir freuen uns sehr…

Probleme vs Umstände

Hallo Freunde.
Mein heutiger Beitrag entspringt diversen Telefonaten mit Freunden.
Thema: „Martin – hast Du kein Problem damit, allein an Bord von Saphira in Portugal zu leben, während Deine Ehefrau Sabine zuhause in Ravensburg wohnt?“ 
Zu dieser knallhart formulierten Frage fällt mir folgende Geschichte ein:
„Ein bettelarmer Mönch lebt im Tibet in seinem Kloster. 
Hat dieser bettelarme Mönch ein Problem? 
Definitiv NICHT! Er ist glücklich und zufrieden. 
Nun erbt aber genau dieser Mönch eine Million! 
Hat er nun ein Problem? 
ABSOLUT! 
Er kommt sich vor wie ein Verräter vor Gott…“ 
Was ist die Moral von dieser Geschichte? 
Probleme sind nie eine Folge der äußeren Umstände – sondern allein abhängig von der eigenen Sichtweise!
Dieser Beitrag sei denen ins Gebetbuch geschrieben, die es sich nicht vorstellen können, daß Sabine und ich eine total glückliche Ehe führen…!
Wir haben uns mit den gegebenen Umständen arrangiert – sie zu verändern ist geplant – wäre aber derzeit verfrüht!
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